Du verbrauchst
Du verbrauchst,
du wirst verbraucht,
dein Leben ist sinnlos!
Der Psychopath
Der Psychopath wächst in einer Welt der Beziehungslosigkeit auf. In einer Welt der Vereinzelung. Er flüchtet nicht, wie der Konkurrenzunterlegene, der ja noch in Beziehungen lebt, in die Phantasie, sondern er flüchtet in die scheinbare Sicherheit des Konzeptes. Er wird Politiker, Wissenschaftler oder Wirtschaftsfachmann. Da er von seinem Konzept komplett absorbiert ist, befindet er sich in einem virtuellen Raum und fühlt sich sicher. Wohin er auch schaut, erblickt er nur sein Konzept. Von der Wirklichkeit ist er völlig getrennt. Manchmal bleibt eine gewisse Paranoia, daß sie an einer undichten Stelle hereinbricht. Da er in Allem nur sein Konzept erblickt, hat er immer Recht, kennt aber keinen Austausch, keine Liebe und kein Mitgefühl. Alle seine Beziehungen sind gestört. Da aber seine Statistiken, Theorien und Systeme ihm Recht geben, fühlt er sich berechtigt, mit Tierversuchen, Atomwirtschaft, Genmanipulation und Nahrungsmittelvergiftung und vor allem mit unzähligen Kriegen das Leben zu vernichten. Er hat kein Gewissen, weil die Vorstellung, das Konzept immer gewissenlos ist. Es gibt kein virtuelles Gewissen!
Vertreter psychopathischer Denksysteme trachteten schon immer danach, die ganze Welt ihren irrationalen Ideen zu unterwerfen, in der Hoffnung, ihre Ideologien in den Rang von Wahrheiten zu erheben. Es ist leicht für sie Recht zu haben, da sie ihre vom Selbst begrenzte Vorstellung mit dem Raum des Wirklichen verwechseln. Anstatt der Welt erfahren sie dann die Vorstellung von der Welt und finden, was sie sowieso schon wissen, um dann die Welt ihrem begrenzten Horizont zu unterwerfen. So machen sie ihre Erfahrung zum Sklaven ihrer Rechthaberei, ohne den Urgrund allen Wirkens zu kennen. So zerstörte schon die Kirche in der Anmaßung des wahren Glaubens einen Großteil kulturellen Lebens auf diesem Planeten. Auch heute befinden wir uns wieder in einer Periode, in der diese Welt dem Virus der in virtuellen Räumen kollektiven Wahnsinns geborenen Allmachtsphantasien der Apologeten einer neuen Welt zum Opfer fällt. Schon seit einiger Zeit befinden wir uns in einem neuen Zeitalter. Die alten Werte sind entwertet worden. Die alte Ordnung ist zerschlagen. Die Neue wächst infiltrativ in das Gewebe der Welt ein. Die "Neue Weltordnung" greift so auf die alten Strukturen über und hat mittlerweile überall auf der Welt Metastasen gebildet. Die differenzierten Strukturen des vergangenen Zeitalters gibt es nicht mehr. Sie wurden gebildet aus verschiedenen Kulturen, Weltanschauungen und Religionen, entstanden unter dem Einfluß der verschiedenen geographischen und historischen Gegebenheiten, welche sich zu einem sinnvollen Mit- und Gegeneinander arrangierten, um immer neue temporäre Gleichgewichte des kulturellen Austausches und Handels zu erzeugen. Einstmals entstanden dabei immer neue, vielfältige Blütezeiten des kulturellen Lebens.
Über Jahrtausende war die Komplexität des Lebens mit der folgerichtigen Interdependenz seiner Phänomene, sowie die Subtilität des Ursprungs all dessen für die Menschen gelebte Wirklichkeit. Je mehr der Mensch aufhörte in und mit der Natur zu leben und sich selbst als natürliches Phänomen zu betrachten, umso mehr wuchs das Verlangen, die Komplexität durch die Armseligkeit und Begrenztheit der eigenen Ideen zu ersetzen und das Leben in einem Korsett zu ersticken. Einer der frühen Höhepunkte war schon der Versuch der Kirche, Einsicht und Weisheit durch den Glauben an einen Gott zu ersetzen, der einzig das Produkt ihrer neurotischen Wahnvorstellungen war. Man vergoß Blut auf allen Kontinenten, um die Welt einer Machtideologie zu unterwerfen. Dies mißlang, denn Jesus selbst hatte ja das Angebot des Satans, Macht über diese Welt zu erlangen dankend abgelehnt.
Als dann Astronomie, Physik und Chemie ein paar Zusammenhänge des materiellen Universums erklären konnten, war die Zeit gekommen, die Macht aus der Hand des Satans doch zu wollen. Als wahr wurde jetzt nur noch anerkannt, was man mathematisch errechnen konnte und in Konzepte sperren konnte. Seit dem kämpft der Mensch um die Unterwerfung der Welt unter seine berechenbare Vorstellung bzw. Idee von der Welt, um den Tod zu besiegen und sich zum Gott zu erheben. Dies gelingt auch teilweise, da man in einer Idee nicht leben und folglich auch nicht sterben kann. So hat nun das Zeitalter des Verweilens in virtuellen Räumen längst begonnen. Dabei wurden Leben und Tod komplett vertauscht. Im Zustand der Leblosigkeit fühlen sich die Menschen geborgen und sicher, während schon ein Hauch von Leben, beispielsweise die Geräusche spielender Kinder, zu Panik führen. Spielende Kinder gehören aber bald der Vergangenheit an, da der Staat ihr Schicksal ganz in seine Hände genommen hat und die Eltern sie zum Wohle ihrer Karriere am liebsten auch gleich loswerden möchten, um nicht in Lebensnähe zu geraten.
Zur Verhinderung des Lebens sind die Menschen jetzt gleichgeschaltet. Sie haben Alle die gleiche Meinung, die gleichen Wünsche, die gleiche Arbeit, das gleiche Haus, die gleiche Wohnung, das gleiche Auto, den gleichen Urlaub und das gleiche Essen, die gleichen Jeans und die gleichen Baseballmützen und vor allem die gleichen Fernseh- und Computerprogramme. Sie heißen auch nicht mehr Menschen, sondern Konsumenten und Humankapital. Sie werden von Zombies vergewaltet, die nur einen Satz sprechen können: "Ich kann leider nichts für sie tun!"
Beim Konsumenten sind Einsichten durch Meinungen, Bildung durch Information, Individualität durch Selbstdarstellung, Sinn durch Mode und Weisheit durch Klamauk ersetzt.
Ursprünglich wußten die Menschen von der Individualität mehr. Wer geschickt war wurde Handwerker, wer klug war Gelehrter, wer musikalisch war Musiker. Man nannte das Karma oder Bestimmung. Individuen sind konkurrenzlos und bilden Gemeinschaften, wie verschiedene Zelltypen Organe und diese dann einen Körper bilden. Wenn man verhindert, daß die Anlagen der Menschen ins Leben treten und Leben stattfindet, bildet sich das oben erwähnte Humankapital. Da der Konsument gleichgeschaltet ist und keine Eigenschaften hat, muß ihm ein Ziel gegeben werden. Dieses Ziel heißt Wachstum. Dabei kann durch ewige Multiplikation desselben der Tod überwunden und die Gesetze des Lebens außer Kraft gesetzt werden. Es entsteht quasi ein Tumor, der nichts anderes will und kann wie endlos wachsen. Dabei besiegt er die Naturgesetze und alle Götter des Universums, indem er es restlos zerstört.
Dies ist das Zeichen der neuen Weltordnung. Um dies zu erreichen sind zwei Dinge von Nöten: Angst und Konkurrenz.
Jeder, der sich im Zustand der Angst schon einmal beobachtet hat, wird feststellen, daß die Fähigkeit zur Durchsetzung der eigenen Individualität dann sehr eingeschränkt ist und man unter Preisgabe aller Forderungen nur ans Überleben denkt. Zur Erzeugung von Angst gibt es viele Mittel: drohender sozialer Abstieg, Terrorismus, Krieg, Erdbeben, Seuchen, Atomkraftwerke, vergiftete Nahrung etc. Wenn es den Apologeten des neuen Zeitalters nützt, können angsterzeugende Ereignisse real inszeniert werden z.B. zur gleichzeitigen Unterjochung bzw. Beseitigung von Individuen, die sich weigern Konsumenten zu werden, wobei Kriege dann auch noch das Wirtschaftswachstum steigern und Rohstoffe erschließen. Die angsterzeugenden Ereignisse können aber auch virtuell in den Medien erzeugt werden. Konsumenten können Realität und Virtualität nicht unterscheiden. Die Angst macht sie steuerbar.
Um das Wachstum des Tumors anzuheizen braucht es Konkurrenz. Diese ist leicht zu erzeugen, da Konsumenten ja identitätslos sind und es von daher keinen Grund zur Solidarität von Individuen gibt. Individuen können nicht konkurrieren, da sie einzigartig sind. Identitätslose Konsumenten können konkurrieren, da sie nicht einzigartig sind. Konkurrenz wird durch die Möglichkeit, Geld zu erlangen geschaffen. Währungen sind sozusagen die Jetons im Spielkasino der Wirtschaft. Man kann diese Geldjetons vermehren, verlieren oder sich Statussymbole aneignen, durch welche in einer gleichgeschalteten Gesellschaft Scheinhierarchien, Scheinautoritäten, Scheinränge, Scheingenuß und scheinbarer Wert ensteht, der aufgrund seiner Scheinqualität nie zufrieden stellt und somit zur Sucht führt und die Konkurrenz weiter anheizt. Hierbei wird beim Konsumenten eine Prädominanz des Hirnstamms gefördert, aufgrund welcher sich sein Verhalten leicht vorhersagen und steuern läßt. Das Humankapital ist dann auf die Ebene einer Affenhorde herabgesunken. Aufgeblasene Paschas versuchen sich gegenseitig mit der Größe ihrer erigierten Penisse und brüllendem "Fäuste auf die Brust trommeln" zu beeindrucken, während selbsternannte Leitkühe Kinder in die künstlichen Paradiese konsumkompatibler Lebenslügen entführen. Eine grunzende Viehherde frißt alles, was die Apologeten des Wachstums ihr in den Futtertrog werfen und verwandelt als konsumierender Tumor diese einstmals schöne Welt in ein stinkendes Geschwür.
Im neuen Zeitalter wurden Aufgaben durch Arbeitsplätze ersetzt. Eine Aufgabe hätte man als Teil der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Einen Arbeitsplatz hat man, um den eigenen Konsum und Status zu sichern. Dem Humankapital werden dabei die Absonderungen des Tumors zum Kauf angeboten, wobei ihnen die Hure Babylon verspricht, durch den Kauf das Glück zurückzuerlangen, das sie durch den Verlust des Lebens nicht empfinden können. Dies Versprechen ist glatter Betrug. So werden die Konsumenten zu Süchtigen, die nie zufrieden sind. Dies Unbefriedigtsein wird durch dauernde sexuelle Reize in den Medien noch gesteigert, um die Konkurrenz der Konsumenten zu verschärfen und die Aktivität des Hirnstamms zu erhöhen. Der Betroffene glaubt dann z.B. beim Autokauf seinen Genpool gegen Konkurrenten in der Herde durchzusetzen. Wenn dann die Frauen im Rahmen der Emanzipation in dieses Machogehabe einbezogen werden, sind alle Gemeinschaften des Menschen komplett zerstört.
Heute rangieren Verrückte und Verblendete an der Spitze einer Gesellschaft, die den Leichenschmaus ihrer eigenen Beerdigung abhält und deren Mitglieder nicht merken, daß sie schon tot sind. Diese Zombies sehen nur von weitem so aus, als würden sie leben, weil sie alles was noch lebt verbrauchen, um mit diesem angeeigneten fremden Blut den Tanz des Untergangs zu tanzen.
©Sonja Meiners
du wirst verbraucht,
dein Leben ist sinnlos!
Der Psychopath
Der Psychopath wächst in einer Welt der Beziehungslosigkeit auf. In einer Welt der Vereinzelung. Er flüchtet nicht, wie der Konkurrenzunterlegene, der ja noch in Beziehungen lebt, in die Phantasie, sondern er flüchtet in die scheinbare Sicherheit des Konzeptes. Er wird Politiker, Wissenschaftler oder Wirtschaftsfachmann. Da er von seinem Konzept komplett absorbiert ist, befindet er sich in einem virtuellen Raum und fühlt sich sicher. Wohin er auch schaut, erblickt er nur sein Konzept. Von der Wirklichkeit ist er völlig getrennt. Manchmal bleibt eine gewisse Paranoia, daß sie an einer undichten Stelle hereinbricht. Da er in Allem nur sein Konzept erblickt, hat er immer Recht, kennt aber keinen Austausch, keine Liebe und kein Mitgefühl. Alle seine Beziehungen sind gestört. Da aber seine Statistiken, Theorien und Systeme ihm Recht geben, fühlt er sich berechtigt, mit Tierversuchen, Atomwirtschaft, Genmanipulation und Nahrungsmittelvergiftung und vor allem mit unzähligen Kriegen das Leben zu vernichten. Er hat kein Gewissen, weil die Vorstellung, das Konzept immer gewissenlos ist. Es gibt kein virtuelles Gewissen!
Vertreter psychopathischer Denksysteme trachteten schon immer danach, die ganze Welt ihren irrationalen Ideen zu unterwerfen, in der Hoffnung, ihre Ideologien in den Rang von Wahrheiten zu erheben. Es ist leicht für sie Recht zu haben, da sie ihre vom Selbst begrenzte Vorstellung mit dem Raum des Wirklichen verwechseln. Anstatt der Welt erfahren sie dann die Vorstellung von der Welt und finden, was sie sowieso schon wissen, um dann die Welt ihrem begrenzten Horizont zu unterwerfen. So machen sie ihre Erfahrung zum Sklaven ihrer Rechthaberei, ohne den Urgrund allen Wirkens zu kennen. So zerstörte schon die Kirche in der Anmaßung des wahren Glaubens einen Großteil kulturellen Lebens auf diesem Planeten. Auch heute befinden wir uns wieder in einer Periode, in der diese Welt dem Virus der in virtuellen Räumen kollektiven Wahnsinns geborenen Allmachtsphantasien der Apologeten einer neuen Welt zum Opfer fällt. Schon seit einiger Zeit befinden wir uns in einem neuen Zeitalter. Die alten Werte sind entwertet worden. Die alte Ordnung ist zerschlagen. Die Neue wächst infiltrativ in das Gewebe der Welt ein. Die "Neue Weltordnung" greift so auf die alten Strukturen über und hat mittlerweile überall auf der Welt Metastasen gebildet. Die differenzierten Strukturen des vergangenen Zeitalters gibt es nicht mehr. Sie wurden gebildet aus verschiedenen Kulturen, Weltanschauungen und Religionen, entstanden unter dem Einfluß der verschiedenen geographischen und historischen Gegebenheiten, welche sich zu einem sinnvollen Mit- und Gegeneinander arrangierten, um immer neue temporäre Gleichgewichte des kulturellen Austausches und Handels zu erzeugen. Einstmals entstanden dabei immer neue, vielfältige Blütezeiten des kulturellen Lebens.
Über Jahrtausende war die Komplexität des Lebens mit der folgerichtigen Interdependenz seiner Phänomene, sowie die Subtilität des Ursprungs all dessen für die Menschen gelebte Wirklichkeit. Je mehr der Mensch aufhörte in und mit der Natur zu leben und sich selbst als natürliches Phänomen zu betrachten, umso mehr wuchs das Verlangen, die Komplexität durch die Armseligkeit und Begrenztheit der eigenen Ideen zu ersetzen und das Leben in einem Korsett zu ersticken. Einer der frühen Höhepunkte war schon der Versuch der Kirche, Einsicht und Weisheit durch den Glauben an einen Gott zu ersetzen, der einzig das Produkt ihrer neurotischen Wahnvorstellungen war. Man vergoß Blut auf allen Kontinenten, um die Welt einer Machtideologie zu unterwerfen. Dies mißlang, denn Jesus selbst hatte ja das Angebot des Satans, Macht über diese Welt zu erlangen dankend abgelehnt.
Als dann Astronomie, Physik und Chemie ein paar Zusammenhänge des materiellen Universums erklären konnten, war die Zeit gekommen, die Macht aus der Hand des Satans doch zu wollen. Als wahr wurde jetzt nur noch anerkannt, was man mathematisch errechnen konnte und in Konzepte sperren konnte. Seit dem kämpft der Mensch um die Unterwerfung der Welt unter seine berechenbare Vorstellung bzw. Idee von der Welt, um den Tod zu besiegen und sich zum Gott zu erheben. Dies gelingt auch teilweise, da man in einer Idee nicht leben und folglich auch nicht sterben kann. So hat nun das Zeitalter des Verweilens in virtuellen Räumen längst begonnen. Dabei wurden Leben und Tod komplett vertauscht. Im Zustand der Leblosigkeit fühlen sich die Menschen geborgen und sicher, während schon ein Hauch von Leben, beispielsweise die Geräusche spielender Kinder, zu Panik führen. Spielende Kinder gehören aber bald der Vergangenheit an, da der Staat ihr Schicksal ganz in seine Hände genommen hat und die Eltern sie zum Wohle ihrer Karriere am liebsten auch gleich loswerden möchten, um nicht in Lebensnähe zu geraten.
Zur Verhinderung des Lebens sind die Menschen jetzt gleichgeschaltet. Sie haben Alle die gleiche Meinung, die gleichen Wünsche, die gleiche Arbeit, das gleiche Haus, die gleiche Wohnung, das gleiche Auto, den gleichen Urlaub und das gleiche Essen, die gleichen Jeans und die gleichen Baseballmützen und vor allem die gleichen Fernseh- und Computerprogramme. Sie heißen auch nicht mehr Menschen, sondern Konsumenten und Humankapital. Sie werden von Zombies vergewaltet, die nur einen Satz sprechen können: "Ich kann leider nichts für sie tun!"
Beim Konsumenten sind Einsichten durch Meinungen, Bildung durch Information, Individualität durch Selbstdarstellung, Sinn durch Mode und Weisheit durch Klamauk ersetzt.
Ursprünglich wußten die Menschen von der Individualität mehr. Wer geschickt war wurde Handwerker, wer klug war Gelehrter, wer musikalisch war Musiker. Man nannte das Karma oder Bestimmung. Individuen sind konkurrenzlos und bilden Gemeinschaften, wie verschiedene Zelltypen Organe und diese dann einen Körper bilden. Wenn man verhindert, daß die Anlagen der Menschen ins Leben treten und Leben stattfindet, bildet sich das oben erwähnte Humankapital. Da der Konsument gleichgeschaltet ist und keine Eigenschaften hat, muß ihm ein Ziel gegeben werden. Dieses Ziel heißt Wachstum. Dabei kann durch ewige Multiplikation desselben der Tod überwunden und die Gesetze des Lebens außer Kraft gesetzt werden. Es entsteht quasi ein Tumor, der nichts anderes will und kann wie endlos wachsen. Dabei besiegt er die Naturgesetze und alle Götter des Universums, indem er es restlos zerstört.
Dies ist das Zeichen der neuen Weltordnung. Um dies zu erreichen sind zwei Dinge von Nöten: Angst und Konkurrenz.
Jeder, der sich im Zustand der Angst schon einmal beobachtet hat, wird feststellen, daß die Fähigkeit zur Durchsetzung der eigenen Individualität dann sehr eingeschränkt ist und man unter Preisgabe aller Forderungen nur ans Überleben denkt. Zur Erzeugung von Angst gibt es viele Mittel: drohender sozialer Abstieg, Terrorismus, Krieg, Erdbeben, Seuchen, Atomkraftwerke, vergiftete Nahrung etc. Wenn es den Apologeten des neuen Zeitalters nützt, können angsterzeugende Ereignisse real inszeniert werden z.B. zur gleichzeitigen Unterjochung bzw. Beseitigung von Individuen, die sich weigern Konsumenten zu werden, wobei Kriege dann auch noch das Wirtschaftswachstum steigern und Rohstoffe erschließen. Die angsterzeugenden Ereignisse können aber auch virtuell in den Medien erzeugt werden. Konsumenten können Realität und Virtualität nicht unterscheiden. Die Angst macht sie steuerbar.
Um das Wachstum des Tumors anzuheizen braucht es Konkurrenz. Diese ist leicht zu erzeugen, da Konsumenten ja identitätslos sind und es von daher keinen Grund zur Solidarität von Individuen gibt. Individuen können nicht konkurrieren, da sie einzigartig sind. Identitätslose Konsumenten können konkurrieren, da sie nicht einzigartig sind. Konkurrenz wird durch die Möglichkeit, Geld zu erlangen geschaffen. Währungen sind sozusagen die Jetons im Spielkasino der Wirtschaft. Man kann diese Geldjetons vermehren, verlieren oder sich Statussymbole aneignen, durch welche in einer gleichgeschalteten Gesellschaft Scheinhierarchien, Scheinautoritäten, Scheinränge, Scheingenuß und scheinbarer Wert ensteht, der aufgrund seiner Scheinqualität nie zufrieden stellt und somit zur Sucht führt und die Konkurrenz weiter anheizt. Hierbei wird beim Konsumenten eine Prädominanz des Hirnstamms gefördert, aufgrund welcher sich sein Verhalten leicht vorhersagen und steuern läßt. Das Humankapital ist dann auf die Ebene einer Affenhorde herabgesunken. Aufgeblasene Paschas versuchen sich gegenseitig mit der Größe ihrer erigierten Penisse und brüllendem "Fäuste auf die Brust trommeln" zu beeindrucken, während selbsternannte Leitkühe Kinder in die künstlichen Paradiese konsumkompatibler Lebenslügen entführen. Eine grunzende Viehherde frißt alles, was die Apologeten des Wachstums ihr in den Futtertrog werfen und verwandelt als konsumierender Tumor diese einstmals schöne Welt in ein stinkendes Geschwür.
Im neuen Zeitalter wurden Aufgaben durch Arbeitsplätze ersetzt. Eine Aufgabe hätte man als Teil der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Einen Arbeitsplatz hat man, um den eigenen Konsum und Status zu sichern. Dem Humankapital werden dabei die Absonderungen des Tumors zum Kauf angeboten, wobei ihnen die Hure Babylon verspricht, durch den Kauf das Glück zurückzuerlangen, das sie durch den Verlust des Lebens nicht empfinden können. Dies Versprechen ist glatter Betrug. So werden die Konsumenten zu Süchtigen, die nie zufrieden sind. Dies Unbefriedigtsein wird durch dauernde sexuelle Reize in den Medien noch gesteigert, um die Konkurrenz der Konsumenten zu verschärfen und die Aktivität des Hirnstamms zu erhöhen. Der Betroffene glaubt dann z.B. beim Autokauf seinen Genpool gegen Konkurrenten in der Herde durchzusetzen. Wenn dann die Frauen im Rahmen der Emanzipation in dieses Machogehabe einbezogen werden, sind alle Gemeinschaften des Menschen komplett zerstört.
Heute rangieren Verrückte und Verblendete an der Spitze einer Gesellschaft, die den Leichenschmaus ihrer eigenen Beerdigung abhält und deren Mitglieder nicht merken, daß sie schon tot sind. Diese Zombies sehen nur von weitem so aus, als würden sie leben, weil sie alles was noch lebt verbrauchen, um mit diesem angeeigneten fremden Blut den Tanz des Untergangs zu tanzen.
©Sonja Meiners
ßonja - 21. Jun, 20:40
