Medien

Durch den exzessiven Gebrauch von Medien in der heutigen Zeit geraten die Einzelnen zunehmend in einen Zustand der Isolation, in welchem der Geist dauernd von virtuellem Klamauk absorbiert ist. Der Geist befindet sich in einem virtuellen Rausch und verliert die Möglichkeit, in der Welt zu handeln, da sein Standpunkt an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zu sein quasi Löcher bekommt. Für einige ist dies ein Dauerzustand. Es entsteht ein Zustand der Sucht nach etwas, das sich in der Virtualität nie finden läßt, nämlich Leben und Begegnung. Der Medienkonsument entwickelt Angst vor der Welt und Angst vor dem Miteinander. Er entwickelt eine immer stärkere Identifikation mit seinen elektronischen, fremdgesteuerten Träumen und erkennt andere Lebewesen nicht mehr als seine Brüder und Schwestern, sondern sieht sie als Feinde, die ihn aus seinen elektronischen Träumen reißen wollen. Den Medienkonsumenten zu manipulieren und ihm die Kontrolle über sein Leben zu entreißen ist dann ein Kinderspiel. Durch die Medien hat er nur zur Information über das Leben Kontakt, nicht aber zum Leben selbst. Es lassen sich ihm deshalb selbst Märchen als Wahrheit unterjubeln.

©Sonja Meiners

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